Hardwarenews
Geschrieben von Kampfhoernchen am 09. August 2009 18:36
- Wii MotionPlus getestet
- SLI-Hack für ältere Intelchipsätze
- Grafikkarte mit Helligkeitssensor
- Erstes AM3-Mainboard mit SLI
- Touchscreen Fancontroller NZXT Sentry 2
- Pentium E6500K mit offenem Multiplikator
- Gehäusereviews
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Wii MotionPlus getestet
Die Wii von Nintendo hat seit ihrer Einführung viele Erfolge feiern können, die unter anderem durch den Einsatz der bewegungsempfindlichen Controller begründet sind. Aber vermutlich wird jedem Benutzer hin und wieder die träge Reaktion der Controller aufgefallen sein und gerade in Spielen wie dem im Wii Sports enthaltenen Golf kann das auf Dauer ein wenig nervig sein, da spreche ich aus eigener Erfahrung. :|
Diese Kritikpunkte soll die Wii MotionPlus ausmerzen und für mehr Präzision und gesteigerte Reaktionsgeschwindigkeit sorgen. Die Wii MotionPlus ist kein neuer Controller, sondern ein kleiner Aufsatz für den bekannten Standardcontroller der Wii, der in die Schnittstelle an der Unterseite angesteckt wird. Computerbase hat in den Spielen Wii Sports Resort (Nachfolger von Wii Sports) und Tiger Woods 10 die Wii MotionPlus getestet und bescheinigt dem Zusatzgerät genau das, was es verspricht. Mehr Präzision und eine schnellere Reaktion verbessern das Spielgefühl und böse gesagt wird durch die Wii MotionPlus aus einem lauen Aufguss von Tiger Woods PGA 9 nun ein lohnenswerter Teil 10. Vertrieben wird der Zusatz entweder im Bundle mit einem der beiden Spiele, oder einzeln ab 15Euro.
Einen Nachteil gibt es aber dennoch, die Wii MotionPlus muß explizit vom Spiel unterstützt werden, eine verbesserte Steuerung für ältere Spiele ist also leider nicht möglich, Patches für bereits erschienene Spiele halte ich für sehr unwahrscheinlich, mit einer leicht veränderten Neuauflage kann man mehr Geld verdienen.
SLI-Hack für ältere Intelchipsätze
Wer sich für ein Multi-GPU Setup entscheidet, oder sich zumindest für später diese Option offen halten will (auch wenn eine dann aktuelle Grafikkarte oft mehr Sinn macht), der muß sich schon beim Mainboardkauf darüber im Klaren sein, ob er sich für ein ATI- oder ein Nvidia-Gespann entscheiden wird. Denn bisher galt: SLI nur auf Mainboards mit Nvidia SLI-Chipsatz, Crossfire nur auf Boards mit passenden AMD- oder Intel-Chipsätzen, die aktuelle X58 und Skullrailplattform mal außen vorgelassen.
Das könnte sich ein wenig ändern, denn mittels einer Software soll sich SLI auch auf Mainboards mit P45 und X38 Chipsatz nutzen lassen, dies berichtet zumindest die Seite EXPreview und liefert dazu auch Bilder und Benchmarkergebnisse als Beleg. Mal gespannt wann sich Nvidia zu dieser Errungenschaft äußern wird.
Grafikkarte mit Helligkeitssensor
Für den Einsatz als Multimediagrafikkarte ist die Asus Bravo 9500 konzipiert. Der Lichtsensor soll dafür sorgen, daß die Helligkeit des Anzeigegeräts automatisch an die Helligkeit im Raum angepaßt wird. Dank Low-Profile Bauweise, HDMI-Ausgang, hardwarebeschleunigte Videowiedergabe und mitgelieferter Fernbedienung eignet sich die Karte besonders für einen HTPC, aber auch die Bearbeitung von Videos soll dank der Karte schneller von der Hand gehen. Dazu legt Asus einen Rabattgutschein für die Software MediaShow Espresso bei, die via CUDA die Grafkkarte für Berechnungen nutzen kann. Ein interessantes Paket und auch der Preis von ca. 60Euro ist in Anbetracht des Lieferumfangs angemessen
Erstes AM3-Mainboard mit SLI
Wieder das Thema SLI, wieder für eine Gruppe, die bisher auf SLI verzichten mußte, diesmal ändert sich das aber offiziell und sicherlich von Nvidia erwünscht. MSI bringt für den Sockel AM3 ein Mainboard auf den Markt, daß, dank des schon etwas in die Jahre gekommenen 750a SLI Chipsatzes, auch den potentiellen Kunden von AMDs aktueller DDR3-Plattform den Einsatz von zwei Nvidia-Grafikkarten im SLI-Verbund ermöglicht. Das NF750-G55 bietet eine solide Ausstattung und unterstützt Hybrid-SLI. In einem Shop ist das Board noch nicht aufgetaucht, von daher bleibt der Preis vorerst unbekannt.
Touchscreen Fancontroller NZXT Sentry 2
Bei TechwareLabs hat man sich die neue Lüftersteuerung von NZXT angeschaut, die mit fünf Temperatursensoren ausgeliefert wird und komplett über den Touchscreen bedient wird. Die Lüfter können pro Kanal mit 10W versorgt werden, was auch für hungrige Artgenossen dicke ausreichen sollte. Damit die Sentry 2 nicht zur unerwünschten Lichtquelle wird, läßt sich das Display abschalten, der PC stört also bei einem Filmabend oder im Schlafzimmer nicht durch eine eingebaute Lichtshow.
Pentium E6500K mit offenem Multiplikator
In China ist ein Pentium E6500K mit offenem Multiplikator im Handel aufgetaucht und wird für umgerechnet 102$ verkauft. Intel nutzt den chinesischen Markt als Testbalon für diese billige Extreme Edition und behält sich je nach Wirkung auf den Markt eine Einführung ähnlicher CPUs auch in anderen Regionen vor.
EXPreview hat eines dieser Exemplare, die mit 2,93GHz Standardtakt laufen auf 4,6GHz übertakten können. Da AMD inzwischen ein großes Angebot an ungelockten CPUs, den Black Editions, im Programm hat, will Intel wohl ausloten, ob durch ein eigenes Angebot die Kunden aus dem AMD-Lager überlaufen, oder ob man die eigenen Kunden dazu bringt, statt den teureren CPUs zur günstigen Version zu greifen, was natürlich nicht erwünscht ist.
Gehäusereviews
Nachdem es letzte Woche ein Roundup mit Gehäusen im Preisbereich bis 60Euro gab, wurden unter der Woche Reviews zu drei Gehäuse aus dem Preisbereich von 100 bis 140Euro online gestellt, namentlich das Antec P183, das Silverstone Raven 2 und das Antec Nine Hundred Two, sowieso ein Review zum Corsair Obsidian 800D, das sich eher im Luxusbereich bewegt, immerhin listen Händler das Gehäuse ab 220Euro.
Da die Reviews alle von unterschiedlichen Seiten stammen, werden die Gehäuse nicht direkt untereinander verglichen, bei einem Preisbereich von 100Euro und mehr sind es aber sowieso die Kleinigkeiten, Eigenheiten und das Design des Innenraums wie auch des Äußeren, die den Unterschied ausmachen. So bietet das Antec Nine Hundred Two ein sehr markantes Design, das Raven 2 ein bis auf den Vorgänger einzigartiges Innenraumkonzept, das Antec P183 eine sehr gute Kühlung mit nur zwei Gehäuselüftern und das Corsair Obsidian glänzt mit vielen guten Designentscheidungen was in einem fast perfekten Gehäuse resultiert.
Quelle: www.counter-strike.de